Im Rahmen von Corona, bis auf weiteres keine Gottesdienste oder Treffen... http://www.gilbert-greiner.org/gottesdienste/gott-online/ *** https://www.elk-wue.de/# "In diesen Tagen... lasst uns beten für Ärzte... und Kranke in der Welt…" GGA
Im Rahmen von Corona, bis auf weiteres keine Gottesdienste oder Treffen... http://www.gilbert-greiner.org/gottesdienste/gott-online/  ***   https://www.elk-wue.de/#  "In diesen Tagen... lasst uns beten für Ärzte... und Kranke in der Welt…" GGA 

 

 

PREDIGT (29.04.2020)

 

zu Hebr. 13, 12-14

 

 

Dankbarkeit…

 

Unser "Tagesmotto" ist und bleibt:

"Bleib(t) zuhause"!

Doch das Heil geschieht

drauβen vor den Türen und Toren der Welt

Unsere jetzige Welt braucht

Menschen die sich da auf-opfern.

 

Lasst uns für all die beten

die in diesem Kampf

an die Front gehen...

die in der Liebe dienen...

"Wir denken im Gebet

an die kranken Menschen

(an ihre Familien und Freunde...)

und alle,

die im medizinisch-pflegerischen Bereich,

im öffentlichen Dienst,

in den Familien und Nachbarschaften

für Unterstützung und Hilfe sorgen".

 

Wir denken auch

an all die

die jetzt arbeiten

so dass wir "zu hause"

das tägliche Brot haben

(Bauern, Bäcker usw.)

 

Auch Christus ist damals

"an die Front"... gegangen.

Er war bis zum Ende ein Diener!

Durch sein Blut d.h. sein Leben

hat Er uns geheilt und geheiligt

Wir stehen in der Nachfolge Jesu

wenn wir uns einsetzen

für Kranke, einsame Nachbarn, Bedürftige.

 

Die Kirche Jesu kann sich "jetzt"

nicht "schützen" wollen.

Im Dienst an der Welt

stehen wir Christen im Dienste Jesu.

In der Liebe, lasst uns praktisch werden.

Blut zu spenden

ist schon eine mögliche Möglichkeit

im Geiste Jesu zu dienen

und Erlösung zu bringen

 

"Wir haben hier keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige suchen wir",

will für jetzt neu gedeutet werden

 

Es soll nicht sein

dass wir uns einsperren in unser "Ich"

und aussperren aus jeder Solidarität...

 

Lasst uns auch teilnehmen an dieser grenzenlosen Trauer

und mit den Worten des Apostels

die Verstorbenen in Gottes Hand befehlen.

Ja, Leben wir, so leben wir dem Herrn.

Sterben wir, so sterben wir dem Herrn:

Darum, ob wir nun leben oder sterben,

so sind wir des Herrn  (Römer 14,8).

 

Amen

 

 

PREDIGT (22.03.2020)

 

Liebe Leser,

Angst dringt wie ein Virus

in unsere Seele hinein...

Wir sind,

wie noch nie in den letzten Jahren,

so radikal verunsichert.

 

Alles…

kommt, in diesen letzten Tagen,

zum Notstand oder Stillstand.

 

Auch Gottesdienste,

Passionsandachten (!)…

dürfen nicht mehr gehalten werden.

 

Der schöne Traum

von Frühjahr,

Garten und Sonne…

hat keinen Raum mehr.

Es wird ernst…

und gibt, für viele,

kein Heraus aus dem Raum…

 

Es ist ein Alptraum.

Der Corona-Alptraum,

der alles bestimmen will.

Der unsichtbare Feind

ist überall sichtbar...

Radio und Rundfunk, das Netz…

alle reden nur noch von ihm.

Der Tod scheint die Überhand zu haben.

 

Es fällt schwer,

was entgegenzusetzen.

Und doch, wir wollen es tun.

 

Die Schrift, durch Jesaja 66,10-14,

und mit ihr der heutige Sonntag

Lätare“ („Freue dich!“)

lädt uns prophetisch dazu ein…

 

Bringt der Virus auch Krankheit,

Angst und Schrecken,

der lebendige Gott,

Gott des Auferstandenen,

der grösser ist als jede Todesmacht,

bringt:

Freude und  Trost!

Er, das Wort,

hat das letzte Wort.

Er wird diesem Viren-Tsunami

bald ein Ende setzen.

 

So will ich mich trösten lassen

wie ein Kind,

das Trost bei seiner Mutter sucht.

Wie ein Kind will ich flehen

„Kyrie eleison“.
Ja, komme eilend, dein Tag

der "Trost und Freude"

mit sich bringt.

Amen!

 

(Zum meditieren: 10 Thesen zu Jesaja 66, 10-14)

 

- 1 -  Gott ist wie eine Mutter die da tröstet

- 2 -  Hier und jetzt brauchen wir diesen Trost Gottes.

Daher lasst uns zu lebendigen Gott beten

- 3 -  Hier und jetzt wollen wir ihn erfahren ("sehen")

- 4 -  Wie Jerusalem damals will jetzt eine jede Stadt...

diese Erfahrung machen

- 5 - Wir wollen uns wieder "freuen" können in Ihm

- 6 -  Es soll Frühling werden unter uns

("euer Gebein soll grünen wie Gras...")

- 7 -  Als Gläubige... wollen wir das Unsere tun

und so Trost und Hilfe bringen

- 8 -  Christus ist der Freudenmeister

und wir seine Diener in der Liebe (gerade jetzt...)

- 9 -  Gemeinden der Kirche Jesu

können gerade jetzt

ökumenische Solidarität und Spiritualität leben

- 10 -  Im Leid der Welt lasst uns

gute Samariter und Jesu Zeuge sein... 

                                                                        GG

 

Unsere Kirche, Mystik und Ethik

Unser Christsein wird heute

nur in zweierlei bestehen:

im Beten und im Tun

des Gerechten unter den Menschen.

Alles Denken, Reden und Organisieren
in den Dingen des Christentums
muß neu geboren werden
aus diesem Beten und diesem Tun….

Die Umschmelzung

ist noch nicht zu Ende,
und jeder Versuch,

ihr vorzeitig zu neuer organisatorischer

Machtentfaltung zu verhelfen,
wird nur eine Verzögerung

ihrer Umkehr und Läuterung sein.

Es ist nicht unsere Sachen,

den Tag vorauszusagen
– aber der Tag wird kommen -,
an dem wieder Menschen

berufen werden,
das Wort Gottes so auszusprechen,
dass sich die Welt darunter

verändert und erneuert.

Es wird eine neue Sprache sein,

vielleicht ganz unreligiös,
aber befreiend und erlösend,

wie die Sprache Jesu…

Bis dahin wird die Sache der Christen
eine stille und verborgene sein;
aber es wird Menschen geben,
die beten und das Gerechte tun
und auf Gottes Zeit warten.

Nach Dietrich Bonhoeffer,

„Widerstand und Ergebung“
 


"Ce n’est donc plus aux hommes que je m’adresse,

C’est à Toi ;

Dieu de tous les êtres,

de tous les mondes et de tous les temps.

S’il est permis

à de faibles créatures perdues dans l’immensité

et imperceptibles au reste de l’univers,

d'oser te demander quelque chose,

à toi qui a tout donné,

à toi dont les décrets sont immuables

comme éternels,

daigne regarder en pitié

les erreurs attachées à notre nature ;

que ces erreurs ne fassent point nos calamités.

Tu ne nous as point

donné un coeur pour nous haïr,
et des mains pour nous égorger ;

fais que nous nous aidions mutuellement

à supporter le fardeau d’une vie pénible et passagère ;

que les petites différences

entre les vêtements qui couvrent nos corps,

entre tous nos langages insuffisants,

entre tous nos usages ridicules,

entre toutes nos lois imparfaites,

entre toutes nos opinions insensées,

entre toutes nos conditions si disproportionnées

à nos yeux et si égales devant toi,

que toutes ces petites nuances

qui distinguent les atomes

appelés hommes ne soient point

des signaux de persécution ;

que ceux qui allument des cierges

en plein midi pour te célébrer
supportent ceux qui se contentent de ton soleil ;

que ceux qui couvrent leur robe

d’une toile blanche pour dire

qu’il faut s’aimer ne détestent pas

ceux qui disent la même chose
sous un manteau de laine noire ;

qu’il soit égal de t’adorer dans un jargon formé

d’une ancienne langue

ou dans un jargonplus nouveau ;

que ceux dont l’habit est teint en rouge ou en violet,

qui dominent sur une petite parcelle

d’un petit tas de boue de ce monde,

et qui possèdent quelques fragments arrondis

d’un certain métal, jouissent sans orgueil

de ce qu’ils appellent richesse,

et que les autres les voient sans envie :

car tu sais qu’il n’y a dans ces vanités

ni de quoi envier,

ni de quoi s’enorgueillir.

Puissent tous les hommes

se souvenir qu’ils sont frères !

Qu’ils aient en horreur

la tyrannie exercée sur les âmes,

comme ils ont en exécration

le brigandage qui ravit par la force

le fruit du travail et de l’industrie paisible !

Si les fléaux de la guerre sont inévitables,

ne nous haïssons pas,

et ne nous déchirons pas dans le sein de la paix,

et employons l’instant de notre existence

à bénir également en mille langage divers,

depuis Siam jusqu’à la Californie,

ta bonté qui nous a donné cet instant."

VOLTAIRE,

extrait du Traité sur la tolérance, 1763
 

 

Pfarrer

Gilbert GREINER

Kirchstr. 27

89555 Söhnstetten