Ab dem 17. MAI 2020 - - KIRCHE IN DER KIRCHE (um 10:00 Uhr)… 21. / 24. und 31 Mai - - 1. Juni Im Rahmen von Corona, bis auf weiteres keine Treffen… im Gemeindehaus. http://www.gilbert-greiner.org/gottesdienste/gott-online/ *** https://www.elk-wue.de/# "In diesen Tagen... lasst uns beten für Ärzte... und Kranke in der Welt…" GGA
Ab dem 17. MAI 2020  - - KIRCHE IN DER KIRCHE (um 10:00 Uhr)…  21. / 24. und 31 Mai - - 1. JuniIm Rahmen von Corona, bis auf weiteres keine Treffen… im Gemeindehaus. http://www.gilbert-greiner.org/gottesdienste/gott-online/  ***   https://www.elk-wue.de/#  "In diesen Tagen... lasst uns beten für Ärzte... und Kranke in der Welt…" GGA 

Mein Wort zum Sonntag "Cantate" (3. Mai) - siehe oben

 

* * *

 

Mein Wort zum Sonntag "Jubilate" (3. Mai)

 

 

"Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.

Wer in mir bleibt und ich in ihm,

der bringt viel Frucht;

denn ohne mich könnt ihr nichts tun..."  Joh. 15, 5  

https://youtu.be/gd_9CPVTENw

 

 

Liebe Gemeinde, liebe Leser,

was für ein Predigttext.

Ich bin der Weinstock,

ihr seid die Reben. 

 

Christus, nach dem Evangelisten Johannes,

will nicht nur Verzierung in unserem Leben sein

für die besonderen Festtage

wie die Taufe oder die Konfirmation.

 

Er will in unseren Alltag gehören,

das ganze Leben mit uns teilen.

Er ist der wahre Weinstock,

eine tief verwurzelte Kletterpflanze,

die selbst auf steinigem Boden

oder bei Trockenheit noch für ihre Reben

sorgt und sie ernährt.

 

So ist Christus,

unser aller Weinstock.

Lebendig, voller Kraft und Saft für die,

die an Ihm festhalten.

Er ist die/unsere Zentral-Figur.

Lebendig sind wir nur „in“ und „mit“ Ihm. 

Wir sind seine Kinder, seine Erben.

In der Taufe wird uns das schon bestätigt.

Alles, was sein ist, soll auch uns einmal gehören:

die Fülle des Lebens, das Reich,

der neue Himmel und die neue Erde.

 

Von Ihm wurde uns das Leben geschenkt,

durch Ihn wird es immer wieder neu gestärkt,

durch Ihn wird es uns erhalten

– über Leid und Tod hinaus.

 

Alles, was wir zum Leben brauchen,

bekommen wir von Ihm:

unendliche Liebe oder Nähe,

eine ganz persönliche Wertschätzung,

er kennt jede und jeden von uns beim Namen.

 

Wer in mir bleibt...

Tja - wie mag das aussehen?

Ein Leben mit Christus?

In der Schrift lesen,

am Leben der Gemeinde am Ort teilnehmen.

Durch das Gebet, mit Gott im Gespräch bleiben,

Ihn Anteil nehmen lassen

an unserem Leben, Freude und Leid mit ihm teilen,

Ihm unsere Sorgen und Freuden mitteilen...

 

und ich in ihm…

Wir alle haben seine Zusage.

Durch Sein „Tun“ und „Werk“ hat er uns gezeigt,

dass er ein Begleiter ist, der mitfühlt wie es uns geht,

weil er es ebenfalls erlebt hat, der uns nicht nur sagt:

„Wird schon wieder… nach Corona!“,

 

sondern der uns zur Seite steht und uns hilft,

uns stärkt und der dafür sorgen kann,

dass wir durch unser „christliches Tun“

– auf ihn allein bestimmt - viel Frucht bringen.

 

 

Welches sind die Früchte

die Er hier anspricht?

Früchte des Tuns am Nächsten?

Ja, ein solches Tun und Wirken,

„in, mit und durch Ihn“ ist gemeint!

 

Immer wieder erleben wir,

hören wir

in dieser „Corona-Zeit

von wunderbaren Begegnungen, Erfahrungen.

 

Menschen sind für andere da,

helfen sich, kaufen für ältere,

oder kranke Mitbürgerinnen oder Mitbürger ein,

besorgen Botengänge, erledigen kleine Aufgaben,

reden miteinander…

 

Ja, das ist seine Erwartung.

Und zu diesem „Tun“ gibt Er uns was wir brauchen

– die Kraft, die Liebe, den Ideen-Reichtum… 

 

Denn wie heißt es in dem Jesus-Wort am Schluss:

Ohne mich könnt ihr nichts tun.

 

 

Eine Rebe getrennt vom Stamm trocknet aus

und trägt keine Trauben (Frucht). Sie verdorrt...

Sie hat kein dauerhaftes, kein aktives,

kein Leben in Fülle in sich selber.

 

Daher, wir brauchen

Christus unseren Weinstock.

Wir brauchen Ihn, seine Nähe,                                                                                                                            seine wirkende Kraft –

heute, morgen und in alle Ewigkeit. 

 

Christus spricht uns allen zu:

Ich bin der Weinstock,

                                    ihr seid die Reben.                                                                                                                                  

Wer in mir bleibt und ich in ihm,

der bringt viel Frucht;                                                                                                              denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

 

                                                                             Amen.

 

 

 

 


Mein Wort zum Sonntag

26.04.2020

 

 

In der Nachfolge des einen Hirten...

 

Teil 1

https://youtu.be/rclfElpfawQ

 

Teil 2

https://youtu.be/_rZZbgR4ld8

 

Teil 3

https://youtu.be/NGBezhwQ2iA

 

 

 

1. Petrus 2, 21b-25

 

Hirte

Mein Onkel war Schäfer.

In der Bibel redet man von „Hirte“.

Dieser Beruf liegt mir daher sehr nahe.

Als Kind freute ich mich sehr

auf einen seiner Besuche.

Ich erinnere mich gerne an ihn

und an seinen ganz besonderen Duft...

Es ist bekannt,

das traditionelle Arbeits-Umfeld des Hirten

zeichnet sich durch die Nähe zu seinem Vieh aus...

Da Hirten in früheren Zeiten ununterbrochen

bei ihren Herden blieben

und diese nach dem Abweiden des Grases

an eine andere Stelle führen mussten,

hatten die Hirten oft keinen festen Wohnsitz.

Und so ging es auch oft meinem lieben Onkel

in Lothringen.

 

Unser Bibeltext zum heutigen Sonntag

(wie auch im Gleichnis

vom guten Hirten von Joh. 10)

verwendet die Gestalt des Hirtens

als eine Metapher für Christus.

Ihm, dem guten Hirten,

sollen wir als Christen nachfolgen (V.21b).

 

Christus als guter und wahrer Hirte,

um die Herde / uns zu schützen,

ist für sie,

bei Sonnenfinsternis,

im Einsatz der „Verteidigung“

gestorben.

Dieses Vorbild haben viele Ärzte…

In den Fußstapfen des Hirten Jesu

sind sie bereit,

im Rahmen ihres Einsatzes,

bei Tag oder Nacht,

ihr Leben zu opfern.

 

Seelsorge

Es ist gut zu wissen dass Christus,

der Hirte unserer Seele,

auf uns hört wenn wir mit Ihm reden.

Auch wenn es nicht leicht ist,

wir wollen nicht daran zweifeln.

Zu Ihm dürfen wir beten

wenn wir in den “Zahlen der Zeit“

irren und verwirren…

 

Davids Psalm 23

könnte für uns heute so lauten:

 

Christus ist mein Hirte!

Auch jetzt, trotz allem Übel,

wird mir nichts mangeln.

Er weidet mich auf seiner grünen Aue.

Seine Hoffnung ist mein.

Er tröstet mich und führt mich

heraus aus der Enge.

Er will mich erfrischen.

An sein Wasser der Taufe

will ich mich erinnern.

 

Ja, ich bekenne es,

Er erquickt meine Seele.

Und ob wir schon wandern

im finsteren Corona-Tal,

wollen wir nicht verzweifeln.

Er ist bei uns.

Sein Stecken und Stab

wollen uns in der heutigen Not trösten.

Ist sein Tisch jetzt auch

nur virtuell oder digital,

Er schenkt uns voll ein.

Er salbt und heilt unser Haupt

mit Ölen des Lebens.

Im Angesicht des Feindes der Zeit

ist seine Herde nicht alleine gelassen.

Gutes und Barmherzigkeit

werden uns folgen unser Leben lang.

Wenn auch nur durch

Übertragungen am Fernseher,

in seinem Hause

wollen wir bleiben immerdar.

 

Ja, wir brauchen Trost und Fürsorge.

Wir brauchen Seelsorge.

Und daher braucht die Gemeinde

am Ort die Gestalt des Hirtens.

Sein Auftrag ist es zu trösten und zu schützen.

Die Seelsorge ist seine Berufung.

 

Daher wird jetzt auch lokal

digitale Seelsorge angeboten.

Je länger die aktuellen Beschränkungen

aufgrund der Corona-Epidemie andauern,

desto schwerer werden sie für viele Menschen

zu ertragen sein.

 

Während viele praktische Fragen

oft einfach gelöst werden können,

wird die erzwungene Isolation und Einsamkeit

oder die gegenteilige

ungewohnte Nähe … innerhalb einer Familie

immer drückender und belastender.

 

Nützen Sie gerne unser Angebot

der Notfallseelsorge im Landkreis Heidenheim

www.notfallseelsorge-hdh.de.

 

Wächter

Oft wird der Hirte auch als Symbol

für die Wächterrolle verwendet.

So finden sich in der Bibel

zahlreiche Vergleiche,

in denen ein Prophet mit einem Hirten

und seine Schützlinge

mit Schafen verglichen werden.

Die Wächterrolle betrifft in der heutigen Situation

unbedingt auch die Politik.

Schwere und todwichtige Entscheidungen

müssen getroffen werden.

 

Die Wies(e)n - wie in München –

sind nicht immer „grün“ (Psalm 23)

und müssen daher oft geschlossen werden.

Parks und Treffpunkte bedeuten

leider auch Gefahr.

 

Umkehr

Noch ein Wort zur benannten Umkehr.

Diese wird oft als einmalig verstanden.

Ich meine bei diesem Verständnis irren wir.

Einkehr und Umkehr gehören zum Alltäglichen.

 

Immer wieder dürfen wir

zum alleinigen Hirten

und Bischof unserer Seelen umkehren.

 

Es gibt reformatorisch gesehen

keine einmalige Umkehr.

Die Kirche bedarf, in dieser Hinsicht“,

des „immer wieder“.

Irren ist (leider) christlich

und Christus alleine

ist das rechte Vorbild

zur gerechten heutigen Nachfolge.

 


Mein Wort zum Sonntag

19.04.2020

 

https://youtu.be/ZnSNmhI01Fk

 

 

PREDIGT (12.04.2020)

zum Thema

"Auferstehung"

 

Gott ist die Liebe.

Gott alleine ist die Auferstehung.

 

Er alleine

hat die Macht der Liebe,

die zum Leben ruft

Er ist die Tür der Liebe zur Ewigkeit.

 

Doch im "hier und jetzt"

will Er uns als Seine Diener

dieser Macht der Liebe.

 

In seinem Namen

dürfen wir weinen

mit denen die weinen

und trauern

mit denen die trauern

 

In seinem Namen

dürfen wir lieben und heilen

und Menschen wieder

auf die Beine bringen.

 

In seinem Namen

dürfen wir Steine

der Trauer und der Last

rollen.

 

In seinem Namen

dürfen wir was tod ist

aus dem Nichts

befreien

und zu einem Leben

in der Liebe

freigeben.

 

Jesus spricht

bei Johannes:

 

"Wer meine Gebote hat 

und hält sie, der ist's,

der mich liebt.

Wer mich aber liebt,

der wird

von meinem Vater

geliebt werden

und

ich werde ihn lieben

und mich ihm

offenbaren." 

(Joh. 14,21)

 

 

PREDIGT (05.04.2020)

 

zu Markus 14, 1-9 (Auszüge)

 

 

Liebe Leser,

 

Es gibt eine Zeit für alles unter dem Himmel.

Es gibt eine Zeit um Gott zu ehren und zu loben

für Vergangenes, Jetziges und Zukünftiges!

Es gibt eine Zeit für den Gottesdienst,

den Lob und das Gebet…

Das Leben ist auch Mystik und Verehrung!

Und für Gott ist dabei nichts zu teuer.

Ein Alabastergefäß mit unverfälschtem,

kostbarem Nardenöl

war sehr teuer…

Aber nicht zu teuer für die Frau,

die in Christus den Gesalbten Gottes,

den Reichtum aller Reichtümer erkennt.

Und diese Geste wird auch von dem Messias

als gutes Werk oder gute Tat anerkannt.

Doch Jesus weist darauf hin,

daβ es andere Werktage hat.

 

Es gibt Zeiten für die Armen und Kranken dieser Welt.

Es gibt nicht nur die christliche Mystik.

Es gibt auch die christliche Ethik,

das einfache Tun (Joh. 14,12).

Für uns mitten in der „Corona-Zeit“

stellt sich doch die christliche Frage

„Was können wir tun, auβer zuhause bleiben?“.

Jesus sagt von der Frau:

Sie hat getan, was sie konnte…

Ja, was können wir tun?

Was kann eine Gemeinde am Ort tun?

Gerade jetzt was soll und kann die Kirche tun?

Wie kann sie prophetisch handeln?

Wie und wo ist sie „die Kirche Jesu“

und will was sein Vater will?

Ja, wo geht sie leider an Gottes Erwartung vorbei?

Oder im Gegenteil wann wird sie

genial und erfinderisch?

Es gibt eine Zeit um Gutes zu tun,

um gemeinsam zu denken und zu handeln

im Namen des gesalbten Gottes!

Amen

 

 

PREDIGT (29.04.2020)

 

zu Hebr. 13, 12-14

 

 

Dankbarkeit…

 

Unser "Tagesmotto" ist und bleibt:

"Bleib(t) zuhause"!

Doch das Heil geschieht

drauβen vor den Türen und Toren der Welt

Unsere jetzige Welt braucht

Menschen die sich da auf-opfern.

 

Lasst uns für all die beten

die in diesem Kampf

an die Front gehen...

die in der Liebe dienen...

"Wir denken im Gebet

an die kranken Menschen

(an ihre Familien und Freunde...)

und alle,

die im medizinisch-pflegerischen Bereich,

im öffentlichen Dienst,

in den Familien und Nachbarschaften

für Unterstützung und Hilfe sorgen".

 

Wir denken auch

an all die

die jetzt arbeiten

so dass wir "zu hause"

das tägliche Brot haben

(Bauern, Bäcker usw.)

 

Auch Christus ist damals

"an die Front"... gegangen.

Er war bis zum Ende ein Diener!

Durch sein Blut d.h. sein Leben

hat Er uns geheilt und geheiligt

Wir stehen in der Nachfolge Jesu

wenn wir uns einsetzen

für Kranke, einsame Nachbarn, Bedürftige.

 

Die Kirche Jesu kann sich "jetzt"

nicht "schützen" wollen.

Im Dienst an der Welt

stehen wir Christen im Dienste Jesu.

In der Liebe, lasst uns praktisch werden.

Blut zu spenden

ist schon eine mögliche Möglichkeit

im Geiste Jesu zu dienen

und Erlösung zu bringen

 

"Wir haben hier keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige suchen wir",

will für jetzt neu gedeutet werden

 

Es soll nicht sein

dass wir uns einsperren in unser "Ich"

und aussperren aus jeder Solidarität...

 

Lasst uns auch teilnehmen an dieser grenzenlosen Trauer

und mit den Worten des Apostels

die Verstorbenen in Gottes Hand befehlen.

Ja, Leben wir, so leben wir dem Herrn.

Sterben wir, so sterben wir dem Herrn:

Darum, ob wir nun leben oder sterben,

so sind wir des Herrn  (Römer 14,8).

 

Amen

 

 

PREDIGT (22.03.2020)

 

Liebe Leser,

Angst dringt wie ein Virus

in unsere Seele hinein...

Wir sind,

wie noch nie in den letzten Jahren,

so radikal verunsichert.

 

Alles…

kommt, in diesen letzten Tagen,

zum Notstand oder Stillstand.

 

Auch Gottesdienste,

Passionsandachten (!)…

dürfen nicht mehr gehalten werden.

 

Der schöne Traum

von Frühjahr,

Garten und Sonne…

hat keinen Raum mehr.

Es wird ernst…

und gibt, für viele,

kein Heraus aus dem Raum…

 

Es ist ein Alptraum.

Der Corona-Alptraum,

der alles bestimmen will.

Der unsichtbare Feind

ist überall sichtbar...

Radio und Rundfunk, das Netz…

alle reden nur noch von ihm.

Der Tod scheint die Überhand zu haben.

 

Es fällt schwer,

was entgegenzusetzen.

Und doch, wir wollen es tun.

 

Die Schrift, durch Jesaja 66,10-14,

und mit ihr der heutige Sonntag

Lätare“ („Freue dich!“)

lädt uns prophetisch dazu ein…

 

Bringt der Virus auch Krankheit,

Angst und Schrecken,

der lebendige Gott,

Gott des Auferstandenen,

der grösser ist als jede Todesmacht,

bringt:

Freude und  Trost!

Er, das Wort,

hat das letzte Wort.

Er wird diesem Viren-Tsunami

bald ein Ende setzen.

 

So will ich mich trösten lassen

wie ein Kind,

das Trost bei seiner Mutter sucht.

Wie ein Kind will ich flehen

„Kyrie eleison“.
Ja, komme eilend, dein Tag

der "Trost und Freude"

mit sich bringt.

Amen!

 

(Zum meditieren: 10 Thesen zu Jesaja 66, 10-14)

 

- 1 -  Gott ist wie eine Mutter die da tröstet

- 2 -  Hier und jetzt brauchen wir diesen Trost Gottes.

Daher lasst uns zu lebendigen Gott beten

- 3 -  Hier und jetzt wollen wir ihn erfahren ("sehen")

- 4 -  Wie Jerusalem damals will jetzt eine jede Stadt...

diese Erfahrung machen

- 5 - Wir wollen uns wieder "freuen" können in Ihm

- 6 -  Es soll Frühling werden unter uns

("euer Gebein soll grünen wie Gras...")

- 7 -  Als Gläubige... wollen wir das Unsere tun

und so Trost und Hilfe bringen

- 8 -  Christus ist der Freudenmeister

und wir seine Diener in der Liebe (gerade jetzt...)

- 9 -  Gemeinden der Kirche Jesu

können gerade jetzt

ökumenische Solidarität und Spiritualität leben

- 10 -  Im Leid der Welt lasst uns

gute Samariter und Jesu Zeuge sein... 

                                                                        GG

 

PREDIGT (12.04.2020)

zum Thema

"Auferstehung"

 

Gott ist die Liebe.

Gott alleine ist die Auferstehung.

 

Er alleine

hat die Macht der Liebe,

die zum Leben ruft

Er ist die Tür der Liebe zur Ewigkeit.

 

Doch im "hier und jetzt"

will Er uns als Seine Diener

dieser Macht der Liebe.

 

In seinem Namen

dürfen wir weinen

mit denen die weinen

und trauern

mit denen die trauern

 

In seinem Namen

dürfen wir lieben und heilen

und Menschen wieder

auf die Beine bringen.

 

In seinem Namen

dürfen wir Steine

der Trauer und der Last

rollen.

 

In seinem Namen

dürfen wir was tod ist

aus dem Nichts

befreien

und zu einem Leben

in der Liebe

freigeben.

 

Jesus spricht

bei Johannes:

 

"Wer meine Gebote hat 

und hält sie, der ist's,

der mich liebt.

Wer mich aber liebt,

der wird

von meinem Vater

geliebt werden

und

ich werde ihn lieben

und mich ihm

offenbaren." 

(Joh. 14,21)

 

 

PREDIGT (05.04.2020)

 

zu Markus 14, 1-9 (Auszüge)

 

 

Liebe Leser,

 

Es gibt eine Zeit für alles unter dem Himmel.

Es gibt eine Zeit um Gott zu ehren und zu loben

für Vergangenes, Jetziges und Zukünftiges!

Es gibt eine Zeit für den Gottesdienst,

den Lob und das Gebet…

Das Leben ist auch Mystik und Verehrung!

Und für Gott ist dabei nichts zu teuer.

Ein Alabastergefäß mit unverfälschtem,

kostbarem Nardenöl

war sehr teuer…

Aber nicht zu teuer für die Frau,

die in Christus den Gesalbten Gottes,

den Reichtum aller Reichtümer erkennt.

Und diese Geste wird auch von dem Messias

als gutes Werk oder gute Tat anerkannt.

Doch Jesus weist darauf hin,

daβ es andere Werktage hat.

 

Es gibt Zeiten für die Armen und Kranken dieser Welt.

Es gibt nicht nur die christliche Mystik.

Es gibt auch die christliche Ethik,

das einfache Tun (Joh. 14,12).

Für uns mitten in der „Corona-Zeit“

stellt sich doch die christliche Frage

„Was können wir tun, auβer zuhause bleiben?“.

Jesus sagt von der Frau:

Sie hat getan, was sie konnte…

Ja, was können wir tun?

Was kann eine Gemeinde am Ort tun?

Gerade jetzt was soll und kann die Kirche tun?

Wie kann sie prophetisch handeln?

Wie und wo ist sie „die Kirche Jesu“

und will was sein Vater will?

Ja, wo geht sie leider an Gottes Erwartung vorbei?

Oder im Gegenteil wann wird sie

genial und erfinderisch?

Es gibt eine Zeit um Gutes zu tun,

um gemeinsam zu denken und zu handeln

im Namen des gesalbten Gottes!

Amen

 

 

PREDIGT (29.04.2020)

 

zu Hebr. 13, 12-14

 

 

Dankbarkeit…

 

Unser "Tagesmotto" ist und bleibt:

"Bleib(t) zuhause"!

Doch das Heil geschieht

drauβen vor den Türen und Toren der Welt

Unsere jetzige Welt braucht

Menschen die sich da auf-opfern.

 

Lasst uns für all die beten

die in diesem Kampf

an die Front gehen...

die in der Liebe dienen...

"Wir denken im Gebet

an die kranken Menschen

(an ihre Familien und Freunde...)

und alle,

die im medizinisch-pflegerischen Bereich,

im öffentlichen Dienst,

in den Familien und Nachbarschaften

für Unterstützung und Hilfe sorgen".

 

Wir denken auch

an all die

die jetzt arbeiten

so dass wir "zu hause"

das tägliche Brot haben

(Bauern, Bäcker usw.)

 

Auch Christus ist damals

"an die Front"... gegangen.

Er war bis zum Ende ein Diener!

Durch sein Blut d.h. sein Leben

hat Er uns geheilt und geheiligt

Wir stehen in der Nachfolge Jesu

wenn wir uns einsetzen

für Kranke, einsame Nachbarn, Bedürftige.

 

Die Kirche Jesu kann sich "jetzt"

nicht "schützen" wollen.

Im Dienst an der Welt

stehen wir Christen im Dienste Jesu.

In der Liebe, lasst uns praktisch werden.

Blut zu spenden

ist schon eine mögliche Möglichkeit

im Geiste Jesu zu dienen

und Erlösung zu bringen

 

"Wir haben hier keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige suchen wir",

will für jetzt neu gedeutet werden

 

Es soll nicht sein

dass wir uns einsperren in unser "Ich"

und aussperren aus jeder Solidarität...

 

Lasst uns auch teilnehmen an dieser grenzenlosen Trauer

und mit den Worten des Apostels

die Verstorbenen in Gottes Hand befehlen.

Ja, Leben wir, so leben wir dem Herrn.

Sterben wir, so sterben wir dem Herrn:

Darum, ob wir nun leben oder sterben,

so sind wir des Herrn  (Römer 14,8).

 

Amen

 

 

PREDIGT (22.03.2020)

 

Liebe Leser,

Angst dringt wie ein Virus

in unsere Seele hinein...

Wir sind,

wie noch nie in den letzten Jahren,

so radikal verunsichert.

 

Alles…

kommt, in diesen letzten Tagen,

zum Notstand oder Stillstand.

 

Auch Gottesdienste,

Passionsandachten (!)…

dürfen nicht mehr gehalten werden.

 

Der schöne Traum

von Frühjahr,

Garten und Sonne…

hat keinen Raum mehr.

Es wird ernst…

und gibt, für viele,

kein Heraus aus dem Raum…

 

Es ist ein Alptraum.

Der Corona-Alptraum,

der alles bestimmen will.

Der unsichtbare Feind

ist überall sichtbar...

Radio und Rundfunk, das Netz…

alle reden nur noch von ihm.

Der Tod scheint die Überhand zu haben.

 

Es fällt schwer,

was entgegenzusetzen.

Und doch, wir wollen es tun.

 

Die Schrift, durch Jesaja 66,10-14,

und mit ihr der heutige Sonntag

Lätare“ („Freue dich!“)

lädt uns prophetisch dazu ein…

 

Bringt der Virus auch Krankheit,

Angst und Schrecken,

der lebendige Gott,

Gott des Auferstandenen,

der grösser ist als jede Todesmacht,

bringt:

Freude und  Trost!

Er, das Wort,

hat das letzte Wort.

Er wird diesem Viren-Tsunami

bald ein Ende setzen.

 

So will ich mich trösten lassen

wie ein Kind,

das Trost bei seiner Mutter sucht.

Wie ein Kind will ich flehen

„Kyrie eleison“.
Ja, komme eilend, dein Tag

der "Trost und Freude"

mit sich bringt.

Amen!

 

(Zum meditieren: 10 Thesen zu Jesaja 66, 10-14)

 

- 1 -  Gott ist wie eine Mutter die da tröstet

- 2 -  Hier und jetzt brauchen wir diesen Trost Gottes.

Daher lasst uns zu lebendigen Gott beten

- 3 -  Hier und jetzt wollen wir ihn erfahren ("sehen")

- 4 -  Wie Jerusalem damals will jetzt eine jede Stadt...

diese Erfahrung machen

- 5 - Wir wollen uns wieder "freuen" können in Ihm

- 6 -  Es soll Frühling werden unter uns

("euer Gebein soll grünen wie Gras...")

- 7 -  Als Gläubige... wollen wir das Unsere tun

und so Trost und Hilfe bringen

- 8 -  Christus ist der Freudenmeister

und wir seine Diener in der Liebe (gerade jetzt...)

- 9 -  Gemeinden der Kirche Jesu

können gerade jetzt

ökumenische Solidarität und Spiritualität leben

- 10 -  Im Leid der Welt lasst uns

gute Samariter und Jesu Zeuge sein... 

                                                                        GG

Herr,

vor Dir stehen wir,

vereint in Dir,

aber

eine jede / ein jeder

unter seinem Dach,

in seinem Haus…

 

Zusammen

wenn auch isoliert

wollen wir

zu Dir beten und auf Dich hören.

 

Empfange uns

eine jede / ein jeder  

in seinem Ort.

Deine Gegenwart füge uns zusammen. 

Wie Geschwister, lass uns eins sein in Dir.

 

Lass Deine Gnade

und Deinen Frieden auf uns ruhen.

Lass uns eines Herzens sein

und jetzt zu dir beten.

 

(Stilles Gebet)

 

Der Herr höre unser Gebet

und sein uns gnädig! Amen

 

 

 

 

Unsere Kirche, Mystik und Ethik

Unser Christsein wird heute

nur in zweierlei bestehen:

im Beten und im Tun

des Gerechten unter den Menschen.

Alles Denken, Reden und Organisieren
in den Dingen des Christentums
muß neu geboren werden
aus diesem Beten und diesem Tun….

Die Umschmelzung

ist noch nicht zu Ende,
und jeder Versuch,

ihr vorzeitig zu neuer organisatorischer

Machtentfaltung zu verhelfen,
wird nur eine Verzögerung

ihrer Umkehr und Läuterung sein.

Es ist nicht unsere Sachen,

den Tag vorauszusagen
– aber der Tag wird kommen -,
an dem wieder Menschen

berufen werden,
das Wort Gottes so auszusprechen,
dass sich die Welt darunter

verändert und erneuert.

Es wird eine neue Sprache sein,

vielleicht ganz unreligiös,
aber befreiend und erlösend,

wie die Sprache Jesu…

Bis dahin wird die Sache der Christen
eine stille und verborgene sein;
aber es wird Menschen geben,
die beten und das Gerechte tun
und auf Gottes Zeit warten.

Nach Dietrich Bonhoeffer,

„Widerstand und Ergebung“
 


"Ce n’est donc plus aux hommes que je m’adresse,

C’est à Toi ;

Dieu de tous les êtres,

de tous les mondes et de tous les temps.

S’il est permis

à de faibles créatures perdues dans l’immensité

et imperceptibles au reste de l’univers,

d'oser te demander quelque chose,

à toi qui a tout donné,

à toi dont les décrets sont immuables

comme éternels,

daigne regarder en pitié

les erreurs attachées à notre nature ;

que ces erreurs ne fassent point nos calamités.

Tu ne nous as point

donné un coeur pour nous haïr,
et des mains pour nous égorger ;

fais que nous nous aidions mutuellement

à supporter le fardeau d’une vie pénible et passagère ;

que les petites différences

entre les vêtements qui couvrent nos corps,

entre tous nos langages insuffisants,

entre tous nos usages ridicules,

entre toutes nos lois imparfaites,

entre toutes nos opinions insensées,

entre toutes nos conditions si disproportionnées

à nos yeux et si égales devant toi,

que toutes ces petites nuances

qui distinguent les atomes

appelés hommes ne soient point

des signaux de persécution ;

que ceux qui allument des cierges

en plein midi pour te célébrer
supportent ceux qui se contentent de ton soleil ;

que ceux qui couvrent leur robe

d’une toile blanche pour dire

qu’il faut s’aimer ne détestent pas

ceux qui disent la même chose
sous un manteau de laine noire ;

qu’il soit égal de t’adorer dans un jargon formé

d’une ancienne langue

ou dans un jargonplus nouveau ;

que ceux dont l’habit est teint en rouge ou en violet,

qui dominent sur une petite parcelle

d’un petit tas de boue de ce monde,

et qui possèdent quelques fragments arrondis

d’un certain métal, jouissent sans orgueil

de ce qu’ils appellent richesse,

et que les autres les voient sans envie :

car tu sais qu’il n’y a dans ces vanités

ni de quoi envier,

ni de quoi s’enorgueillir.

Puissent tous les hommes

se souvenir qu’ils sont frères !

Qu’ils aient en horreur

la tyrannie exercée sur les âmes,

comme ils ont en exécration

le brigandage qui ravit par la force

le fruit du travail et de l’industrie paisible !

Si les fléaux de la guerre sont inévitables,

ne nous haïssons pas,

et ne nous déchirons pas dans le sein de la paix,

et employons l’instant de notre existence

à bénir également en mille langage divers,

depuis Siam jusqu’à la Californie,

ta bonté qui nous a donné cet instant."

VOLTAIRE,

extrait du Traité sur la tolérance, 1763
 

 

Pfarrer

Gilbert GREINER

Kirchstr. 27

89555 Söhnstetten