Im Söhnstetter ev. Gemeindehaus am nächsten Wochenende Sonntag 24. Okt. um 10:00 Uhr Gottesdienst zum 21. Sonn. nach Trinitatis mit Pfarrer Gilbert Greiner Herzliche Einladung
Im Söhnstetter ev. Gemeindehaus am nächsten WochenendeSonntag 24. Okt. um 10:00 UhrGottesdienst zum 21. Sonn. nach Trinitatis mit Pfarrer Gilbert GreinerHerzliche Einladung    

 

Predigt zu "Himmelfahrt"

siehe Live-Übertragung

 

  1. https://www.oekt.de/himmelfahrt

     

    Live-Übertragung TV

     

    10:00 Uhr:

     

    Das Erste (ARD)

    mit Untertitel im Videotext;

     

    Online:

    oekt.de mit Gebärdenübersetzung;

     

     

 

 

Mein Wort zum Sonntag "Rogate"

 

https://youtu.be/vB2Zf0JdZ3g           

 

 

Das Gebet

 

Der berühmte Prediger Martin Luther King

erzählt in seinen Predigten,

dass er eines Tages, als es ihm gar nicht gut ging,

die Erfahrung der Nähe Gottes machte.

Als er glaubte es wäre alles um sonst gewesen…

machte er an seinem Küchentisch

die seltene Erfahrung,

dass Gott mit ihm redete.

 

 

 

Ja, Gott

hat Ohren

um zu hören.

 

Kein Gebet "im Kämmerlein" ist umsonst.

Die Zeit, die man jetzt zu Hause hat,

kann man daher sehr gut nutzen!

 

 

 

Wir brauchen keinen "Balkon" nach aussen.

Es darf hinter verschlossener Tür sein.

 

 

 

Es darf in der Küche sein wie bei M. L. King.

Es darf bei einem Kaffee sein.

Er lädt sich bei uns ein.

 

Er hat Ohren um zu hören

was uns plagt... 

 

 

 

Ja, diese Zeit kann zur "Krönung" werden.

Das "innere Haus" können wir jetzt

auf Vordermann bringen.

 

 

Es ist schön zu wissen,

Gott sieht und hört

das in uns Verborgene... !

 

 

 

Wenn etliche Gebete auch sehr schön sind.

Ich denke zum Beispiel an Texte

von Jörg Zink oder Anselm Grün...

 

 

 

Nein, ich brauche keine bestimmte

Texte oder Gedichte 

zum Beten.

Das Ohr der Welt

hört mich auch so.

 

                                                          GGA

 

Mein Wort zum Sonntag "Kantate"

 

 

Mein Wort zum Sonntag "Jubilate"

 

 

"Ich bin der Weinstock,

ihr seid die Reben.

Wer in mir bleibt und ich in ihm,

der bringt viel Frucht;

denn ohne mich

könnt ihr nichts tun..." 

 

Joh. 15, 5

 

 

https://youtu.be/jD5E0g-PQUQ 

 

 

 

 

Liebe Gemeinde, liebe Leser,

was für ein Predigttext.

Ich bin der Weinstock,

ihr seid die Reben. 

 

Christus,

nach dem Evangelisten Johannes,

will nicht nur Verzierung

in unserem Leben sein

für die besonderen Festtage

wie die Taufe oder die Konfirmation.

 

Er will in unseren Alltag gehören,

das ganze Leben mit uns teilen.

Er ist der wahre Weinstock,

eine tief verwurzelte Kletterpflanze,

die selbst auf steinigem Boden

oder bei Trockenheit

noch für ihre Reben

sorgt und sie ernährt.

 

So ist Christus,

unser aller Weinstock.

Lebendig, voller Kraft

und Saft für die,

die an Ihm festhalten.

Er ist die/unsere Zentral-Figur.

Lebendig sind wir nur „in“

und „mit“ Ihm. 

Wir sind seine Kinder, seine Erben.

In der Taufe

wird uns das schon bestätigt.

Alles, was sein ist,

soll auch uns einmal gehören:

die Fülle des Lebens, das Reich,

der neue Himmel

und die neue Erde.

 

Von Ihm wurde uns das Leben geschenkt,

durch Ihn wird es immer wieder

neu gestärkt,

durch Ihn wird es uns erhalten

– über Leid und Tod hinaus.

 

Alles, was wir zum Leben brauchen,

bekommen wir von Ihm:

unendliche Liebe oder Nähe,

eine ganz persönliche Wertschätzung,

er kennt jede

und jeden von uns beim Namen.

 

Wer in mir bleibt...

Tja - wie mag das aussehen?

Ein Leben mit Christus?

In der Schrift lesen,

am Leben der Gemeinde am Ort

teilnehmen.

Durch das Gebet,

mit Gott im Gespräch bleiben,

Ihn Anteil nehmen lassen

an unserem Leben, Freude

und Leid mit ihm teilen,

Ihm unsere Sorgen

und Freuden mitteilen...

 

und ich in ihm…

Wir alle haben seine Zusage.

Durch Sein „Tun“

und „Werk“ hat er uns gezeigt,

dass er ein Begleiter ist,

der mitfühlt wie es uns geht,

weil er es ebenfalls erlebt hat,

der uns nicht nur sagt:

„Wird schon wieder…

nach Corona!“,

 

sondern der uns zur Seite steht

und uns hilft,

uns stärkt und der dafür sorgen kann,

dass wir durch

unser „christliches Tun“

– auf ihn allein bestimmt -

viel Frucht bringen.

 

 

Welches sind die Früchte

die Er hier anspricht?

Früchte des Tuns am Nächsten?

Ja, ein solches Tun und Wirken,

„in, mit und durch Ihn“ ist gemeint!

 

Immer wieder erleben wir,

hören wir

in dieser „Corona-Zeit

von wunderbaren Begegnungen,

Erfahrungen.

 

Menschen sind für andere da,

helfen sich, kaufen für ältere,

oder kranke Mitbürgerinnen

oder Mitbürger ein,

besorgen Botengänge,

erledigen kleine Aufgaben,

reden miteinander…

 

Ja, das ist seine Erwartung.

Und zu diesem „Tun“

gibt Er uns was wir brauchen

– die Kraft, die Liebe,

den Ideen-Reichtum… 

 

Denn wie heißt es

in dem Jesus-Wort am Schluss:

Ohne mich könnt ihr nichts tun.

 

 

Eine Rebe

getrennt vom Stamm

trocknet aus

und trägt keine Trauben (Frucht).

Sie verdorrt...

Sie hat kein dauerhaftes, kein aktives,

kein Leben in Fülle in sich selber.

 

Daher, wir brauchen

Christus unseren Weinstock.

Wir brauchen Ihn, seine Nähe,                                                                                               seine wirkende Kraft –

heute, morgen und in alle Ewigkeit. 

 

Christus spricht uns allen zu:

Ich bin der Weinstock,

                            ihr seid die Reben.                                                                                                                                  

Wer in mir bleibt und ich in ihm,

der bringt viel Frucht;                                                                                                             

denn ohne mich

könnt ihr nichts tun.

 

                                                Amen.

 

 

 

 

Mein Wort zum Sonntag

"Der gute Hirte"

18. April 2021

 

 

 

Lieber Bruder, liebe Schwester,

 

Mein Onkel war Schäfer

(In der Bibel redet man von „Hirte“).

Dieser Beruf liegt mir daher sehr nahe.

Als Kind freute ich mich sehr

auf einen seiner Besuche.

Ich erinnere mich gerne an ihn

und an seinen ganz besonderen Duft...

 

Es ist bekannt,

das traditionelle Arbeits-Umfeld des Hirten

zeichnet sich durch die Nähe zu seinem Vieh aus...

Da Hirten in früheren Zeiten

ununterbrochen bei ihren Herden blieben

und diese nach dem Abweiden des Grases

an eine andere Stelle führen mussten,

hatten die Hirten oft keinen festen Wohnsitz.

Und so ging es auch oft

meinem lieben Onkel in Lothringen.

 

Unser Bibeltext (Hesekiel 34)

zum nächsten Sonntag,

wie auch im Gleichnis vom guten Hirten

(Johannes 10),

verwendet die Gestalt des Hirten

als eine Metapher für Christus.

Ihm, dem neuen Hirten David,

sollen wir als Christen nachfolgen.

Christus als guter und wahrer Hirte,

hat sich nicht selber geweidet.

Ganz im Gegenteil, um die Herde zu schützen,

ist Er für sie,

im Einsatz der „Verteidigung“, gestorben.

 

Er war der wahre Hirte.

Er stärkte die Schwachen

und heilte die Kranken.

Er hat die Verwundeten verbunden.

Das Verirrte holte er zurück,

und das Verlorene suchte er.

Dieses Vorbild haben zurzeit viele Ärzte…

In den Fußstapfen des Hirten Jesu sind sie bereit,

im Rahmen ihres Einsatzes, bei Tag oder Nacht,

ihr Leben zu opfern. Während der Pandemie

sind sie und ihr Personal

zu den Helden der Gesellschaft geworden.

 

Davids Psalm 23 könnte für uns heute so lauten:

 

Christus (der neue David) ist mein Hirte!

Auch jetzt, trotz allem Übel, trotz Corona,

wird mir nichts mangeln.

 

Er weidet mich auf seiner grünen Aue.

Seine Hoffnung ist mein.

Er tröstet mich

und führt mich heraus aus der Enge.

Er will mich erfrischen.

An sein Wasser der Taufe will ich mich erinnern.

 

Ja, ich bekenne es, Er erquickt meine Seele.

Und ob wir schon wandern

im finsteren Corona-Tal,

wollen wir nicht verzweifeln.

Er ist bei uns.

Sein Stecken und Stab wollen uns

in der heutigen Not trösten.

Ist sein Tisch jetzt auch nur virtuell oder digital,

Er schenkt uns voll ein.

Er salbt und heilt unser Haupt

mit Ölen des Lebens.

Im Angesicht des Feindes der Zeit

ist seine Herde nicht alleine gelassen.

Gutes und Barmherzigkeit

werden uns folgen unser Leben lang.

Wenn auch nur durch Übertragungen

am Fernseher,

in seinem Hause wollen wir bleiben immerdar.

 

Ja, wir brauchen Ihn und seine Seelsorge.

 

Und daher braucht die Gemeinde am Ort

die Gestalt des Hirtens.

Er soll sich nicht selber weiden!

Sein Auftrag ist es zu trösten und zu schützen.

Sein Auftrag ist es die Herde zu weiden:

da zu sein für

Schwache, Kranke, Verwundete,

Verirrte, Verlorene…

Die Seelsorge ist die Berufung

eines jeden Hirten.

Die Liebe zu Jesus

nimmt Gestalt in dem Weiden der Herde

(Joh. 21, 15-19).

 

Daher wird jetzt auch lokal

digitale Seelsorge angeboten.

Je länger die aktuellen Beschränkungen aufgrund

der Corona-Epidemie andauern,

desto schwerer werden sie

für viele Menschen zu ertragen sein.

 

Während viele praktische Fragen

oft einfach gelöst werden können,

wird die erzwungene Isolation und Einsamkeit

oder die gegenteilige ungewohnte Nähe …

innerhalb einer Familie

immer drückender und belastender.

Nützen Sie daher gerne

das Angebot der Notfallseelsorge

im Landkreis Heidenheim.

 

Oft wird der Hirte auch als Symbol

für die Wächterrolle verwendet.

So finden sich in der Bibel

zahlreiche Vergleiche,

in denen ein Prophet mit einem Hirten

und seine Schützlinge

mit Schafen verglichen werden.

 

Die Wächterrolle betrifft

in der heutigen Situation

unbedingt auch die Politik.

Schwere, lebenswichtige

oder lebensnotwendige

Entscheidungen

müssen getroffen werden.

Die Wies(e)n - wie in München

– sind nicht immer „grün“ (Psalm 23)

und müssen daher oft geschlossen werden…

Grünflächen, Parks und Treffpunkte

bedeuten leider jetzt auch Gefahr…

 

 

Kirche und Politik müssen daher jetzt

mehr und mehr zusammen arbeiten.

Der Hirte des Staates

hat jetzt die immense Aufgabe

aus dem Tal des Todes

und der Corona-Krise hinaus zu führen…

Sein Blick wende sich zu dem ewigen Hirten…

Amen.

 

 

www.notfallseelsorge-hdh.de.

 

 

 


Mein Wort zum Sonntag

 

https://youtu.be/ZnSNmhI01Fk

 

 

PREDIGT

zum Thema

"Auferstehung"

 

Gott ist die Liebe.

Gott alleine ist die Auferstehung.

 

Er alleine

hat die Macht der Liebe,

die zum Leben ruft

Er ist die Tür der Liebe zur Ewigkeit.

 

Doch im "hier und jetzt"

will Er uns als Seine Diener

dieser Macht der Liebe.

 

In seinem Namen

dürfen wir weinen

mit denen die weinen

und trauern

mit denen die trauern

 

In seinem Namen

dürfen wir lieben und heilen

und Menschen wieder

auf die Beine bringen.

 

In seinem Namen

dürfen wir Steine

der Trauer und der Last

rollen.

 

In seinem Namen

dürfen wir was tod ist

aus dem Nichts

befreien

und zu einem Leben

in der Liebe

freigeben.

 

Jesus spricht

bei Johannes:

 

"Wer meine Gebote hat 

und hält sie, der ist's,

der mich liebt.

Wer mich aber liebt,

der wird

von meinem Vater

geliebt werden

und

ich werde ihn lieben

und mich ihm

offenbaren." 

(Joh. 14,21)

 

 

PREDIGT

 

zu Markus 14, 1-9 (Auszüge)

 

 

Liebe Leser,

 

Es gibt eine Zeit für alles unter dem Himmel.

Es gibt eine Zeit um Gott zu ehren und zu loben

für Vergangenes, Jetziges und Zukünftiges!

Es gibt eine Zeit für den Gottesdienst,

den Lob und das Gebet…

Das Leben ist auch Mystik und Verehrung!

Und für Gott ist dabei nichts zu teuer.

Ein Alabastergefäß mit unverfälschtem,

kostbarem Nardenöl

war sehr teuer…

Aber nicht zu teuer für die Frau,

die in Christus den Gesalbten Gottes,

den Reichtum aller Reichtümer erkennt.

Und diese Geste wird auch von dem Messias

als gutes Werk oder gute Tat anerkannt.

Doch Jesus weist darauf hin,

daβ es andere Werktage hat.

 

Es gibt Zeiten für die Armen und Kranken dieser Welt.

Es gibt nicht nur die christliche Mystik.

Es gibt auch die christliche Ethik,

das einfache Tun (Joh. 14,12).

Für uns mitten in der „Corona-Zeit“

stellt sich doch die christliche Frage

„Was können wir tun, auβer zuhause bleiben?“.

Jesus sagt von der Frau:

Sie hat getan, was sie konnte…

Ja, was können wir tun?

Was kann eine Gemeinde am Ort tun?

Gerade jetzt was soll und kann die Kirche tun?

Wie kann sie prophetisch handeln?

Wie und wo ist sie „die Kirche Jesu“

und will was sein Vater will?

Ja, wo geht sie leider an Gottes Erwartung vorbei?

Oder im Gegenteil wann wird sie

genial und erfinderisch?

Es gibt eine Zeit um Gutes zu tun,

um gemeinsam zu denken und zu handeln

im Namen des gesalbten Gottes!

Amen

 

 

PREDIGT

 

zu Hebr. 13, 12-14

 

 

Dankbarkeit…

 

Unser "Tagesmotto" ist und bleibt:

"Bleib(t) zuhause"!

Doch das Heil geschieht

drauβen vor den Türen und Toren der Welt

Unsere jetzige Welt braucht

Menschen die sich da auf-opfern.

 

Lasst uns für all die beten

die in diesem Kampf

an die Front gehen...

die in der Liebe dienen...

"Wir denken im Gebet

an die kranken Menschen

(an ihre Familien und Freunde...)

und alle,

die im medizinisch-pflegerischen Bereich,

im öffentlichen Dienst,

in den Familien und Nachbarschaften

für Unterstützung und Hilfe sorgen".

 

Wir denken auch

an all die

die jetzt arbeiten

so dass wir "zu hause"

das tägliche Brot haben

(Bauern, Bäcker usw.)

 

Auch Christus ist damals

"an die Front"... gegangen.

Er war bis zum Ende ein Diener!

Durch sein Blut d.h. sein Leben

hat Er uns geheilt und geheiligt

Wir stehen in der Nachfolge Jesu

wenn wir uns einsetzen

für Kranke, einsame Nachbarn, Bedürftige.

 

Die Kirche Jesu kann sich "jetzt"

nicht "schützen" wollen.

Im Dienst an der Welt

stehen wir Christen im Dienste Jesu.

In der Liebe, lasst uns praktisch werden.

Blut zu spenden

ist schon eine mögliche Möglichkeit

im Geiste Jesu zu dienen

und Erlösung zu bringen

 

"Wir haben hier keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige suchen wir",

will für jetzt neu gedeutet werden

 

Es soll nicht sein

dass wir uns einsperren in unser "Ich"

und aussperren aus jeder Solidarität...

 

Lasst uns auch teilnehmen an dieser grenzenlosen Trauer

und mit den Worten des Apostels

die Verstorbenen in Gottes Hand befehlen.

Ja, Leben wir, so leben wir dem Herrn.

Sterben wir, so sterben wir dem Herrn:

Darum, ob wir nun leben oder sterben,

so sind wir des Herrn  (Römer 14,8).

 

Amen

 

 

PREDIGT

zu Lätare“ („Freue dich!“)

 

Liebe Leser,

Angst dringt wie ein Virus

in unsere Seele hinein...

Wir sind,

wie noch nie in den letzten Jahren,

so radikal verunsichert.

 

Alles…

kommt, in diesen letzten Tagen,

zum Notstand oder Stillstand.

 

Auch Gottesdienste,

Passionsandachten (!)…

dürfen nicht mehr gehalten werden.

 

Der schöne Traum

von Frühjahr,

Garten und Sonne…

hat keinen Raum mehr.

Es wird ernst…

und gibt, für viele,

kein Heraus aus dem Raum…

 

Es ist ein Alptraum.

Der Corona-Alptraum,

der alles bestimmen will.

Der unsichtbare Feind

ist überall sichtbar...

Radio und Rundfunk, das Netz…

alle reden nur noch von ihm.

Der Tod scheint die Überhand zu haben.

 

Es fällt schwer,

was entgegenzusetzen.

Und doch, wir wollen es tun.

 

Die Schrift, durch Jesaja 66,10-14,

und mit ihr der heutige Sonntag

Lätare“ („Freue dich!“)

lädt uns prophetisch dazu ein…

 

Bringt der Virus auch Krankheit,

Angst und Schrecken,

der lebendige Gott,

Gott des Auferstandenen,

der grösser ist als jede Todesmacht,

bringt:

Freude und  Trost!

Er, das Wort,

hat das letzte Wort.

Er wird diesem Viren-Tsunami

bald ein Ende setzen.

 

So will ich mich trösten lassen

wie ein Kind,

das Trost bei seiner Mutter sucht.

Wie ein Kind will ich flehen

„Kyrie eleison“.
Ja, komme eilend, dein Tag

der "Trost und Freude"

mit sich bringt.

Amen!

 

(Zum meditieren: 10 Thesen zu Jesaja 66, 10-14)

 

- 1 -  Gott ist wie eine Mutter die da tröstet

- 2 -  Hier und jetzt brauchen wir diesen Trost Gottes.

Daher lasst uns zu lebendigen Gott beten

- 3 -  Hier und jetzt wollen wir ihn erfahren ("sehen")

- 4 -  Wie Jerusalem damals will jetzt eine jede Stadt...

diese Erfahrung machen

- 5 - Wir wollen uns wieder "freuen" können in Ihm

- 6 -  Es soll Frühling werden unter uns

("euer Gebein soll grünen wie Gras...")

- 7 -  Als Gläubige... wollen wir das Unsere tun

und so Trost und Hilfe bringen

- 8 -  Christus ist der Freudenmeister

und wir seine Diener in der Liebe (gerade jetzt...)

- 9 -  Gemeinden der Kirche Jesu

können gerade jetzt

ökumenische Solidarität und Spiritualität leben

- 10 -  Im Leid der Welt lasst uns

gute Samariter und Jesu Zeuge sein... 

                                                                        GG

Herr,

vor Dir stehen wir,

vereint in Dir,

aber

eine jede / ein jeder

unter seinem Dach,

in seinem Haus…

 

Zusammen

wenn auch isoliert

wollen wir

zu Dir beten und auf Dich hören.

 

Empfange uns

eine jede / ein jeder  

in seinem Ort.

Deine Gegenwart füge uns zusammen. 

Wie Geschwister, lass uns eins sein in Dir.

 

Lass Deine Gnade

und Deinen Frieden auf uns ruhen.

Lass uns eines Herzens sein

und jetzt zu dir beten.

 

(Stilles Gebet)

 

Der Herr höre unser Gebet

und sein uns gnädig! Amen

 

 

 

 

Unsere Kirche, Mystik und Ethik

Unser Christsein wird heute

nur in zweierlei bestehen:

im Beten und im Tun

des Gerechten unter den Menschen.

Alles Denken, Reden und Organisieren
in den Dingen des Christentums
muß neu geboren werden
aus diesem Beten und diesem Tun….

Die Umschmelzung

ist noch nicht zu Ende,
und jeder Versuch,

ihr vorzeitig zu neuer organisatorischer

Machtentfaltung zu verhelfen,
wird nur eine Verzögerung

ihrer Umkehr und Läuterung sein.

Es ist nicht unsere Sachen,

den Tag vorauszusagen
– aber der Tag wird kommen -,
an dem wieder Menschen

berufen werden,
das Wort Gottes so auszusprechen,
dass sich die Welt darunter

verändert und erneuert.

Es wird eine neue Sprache sein,

vielleicht ganz unreligiös,
aber befreiend und erlösend,

wie die Sprache Jesu…

Bis dahin wird die Sache der Christen
eine stille und verborgene sein;
aber es wird Menschen geben,
die beten und das Gerechte tun
und auf Gottes Zeit warten.

Nach Dietrich Bonhoeffer,

„Widerstand und Ergebung“
 


"Ce n’est donc plus aux hommes

que je m’adresse,

C’est à Toi ;

Dieu de tous les êtres,

de tous les mondes et de tous les temps.

S’il est permis

à de faibles créatures perdues dans l’immensité

et imperceptibles au reste de l’univers,

d'oser te demander quelque chose,

à toi qui a tout donné,

à toi dont les décrets sont immuables

comme éternels,

daigne regarder en pitié

les erreurs attachées à notre nature ;

que ces erreurs ne fassent point nos calamités.

Tu ne nous as point

donné un coeur pour nous haïr,
et des mains pour nous égorger ;

fais que nous nous aidions mutuellement

à supporter le fardeau d’une vie pénible et passagère ;

que les petites différences

entre les vêtements qui couvrent nos corps,

entre tous nos langages insuffisants,

entre tous nos usages ridicules,

entre toutes nos lois imparfaites,

entre toutes nos opinions insensées,

entre toutes nos conditions si disproportionnées

à nos yeux et si égales devant toi,

que toutes ces petites nuances

qui distinguent les atomes

appelés hommes ne soient point

des signaux de persécution ;

que ceux qui allument des cierges

en plein midi pour te célébrer
supportent ceux qui se contentent

de ton soleil ;

que ceux qui couvrent leur robe

d’une toile blanche pour dire

qu’il faut s’aimer ne détestent pas

ceux qui disent la même chose
sous un manteau de laine noire ;

qu’il soit égal de t’adorer dans un jargon formé

d’une ancienne langue

ou dans un jargonplus nouveau ;

que ceux dont l’habit est teint en rouge ou en violet,

qui dominent sur une petite parcelle

d’un petit tas de boue de ce monde,

et qui possèdent quelques fragments arrondis

d’un certain métal, jouissent sans orgueil

de ce qu’ils appellent richesse,

et que les autres les voient sans envie :

car tu sais qu’il n’y a dans ces vanités

ni de quoi envier,

ni de quoi s’enorgueillir.

Puissent tous les hommes

se souvenir qu’ils sont frères !

Qu’ils aient en horreur

la tyrannie exercée sur les âmes,

comme ils ont en exécration

le brigandage qui ravit par la force

le fruit du travail et de l’industrie paisible !

Si les fléaux de la guerre sont inévitables,

ne nous haïssons pas,

et ne nous déchirons pas dans le sein de la paix,

et employons l’instant de notre existence

à bénir également en mille langage divers,

depuis Siam jusqu’à la Californie,

ta bonté qui nous a donné cet instant."

VOLTAIRE,

extrait du Traité sur la tolérance, 1763
 

 

Pfarrer

Gilbert A. GREINER

Kirchstr. 27

89555 Söhnstetten